Schulen in Gelsenkirchen
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Gelsenkirchener Partizipationsindex

Der Partizipationsindex informiert, in welchen Sozialräumen potenzielle Benachteiligungen für Kinder und Jugendliche
besonders häufig auftreten, wo möglicherweise bestimmte Ressourcen für gutes Aufwachsen fehlen.
Der Index kann Grundlage für datengestützte Ressourcensteuerung sein. Er kann es ermöglichen, die
richtigen Instrumente und Strategien für den einzelnen Sozialraum zu entwickeln.
Die Studie benennt die verschärften Herausforderungen:
Die Rahmenbedingungen für die Präventionsarbeit haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Bedarf ist gestiegen,
weil mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt leben. Das ist zum einen Folge von steigenden Geburtenzahlen, es ist aber
auch darauf zurückzuführen, dass Gelsenkirchen zum Ziel von mehreren tausend Zuwanderern und Flüchtlingen geworden ist.

Die Disparitäten haben sich verstärkt. Es gibt noch mehr Segregation.
In vielen Sozialräumen ist die Mehrheit der Kinder arm, oder hat einen Migrationshintergrund.
Die Resultate der kleinräumigen Analyse sollen als Grundlage einer nachhaltigen Strategieentwicklung für die Kooperation
mit entscheidenden Akteuren kindlicher Lebenswelten nutzbar sein.
AK, MA, LJ

Schulen in Gelsenkirchen

Für Bildung gegen Spaltung - Für gleiche Bildungschancen in NRW

Schulen in Gelsenkirchen

Die GEW NRW setzt sich gegenüber Landesregierung
und Landtag für Maßnahmen zur Bekämpfung der
Bildungsbenachteiligung ein. Leuchtturmprojekte der
Landesregierung reichen bei Weitem nicht aus. Um den
Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg
zu durchbrechen, braucht es tief reichende systemische
Ansätze

Zu den geeigneten
Steuerungsmaßnahmen der
Landesregierung gehören:


• Einführung eines schulbezogenen Sozialindexes
zur Identifizierung von Kitas und Schulen mit
schwierigen sozialen Ausgangslagen
• zusätzliche Ressourcen anhand eines transparenten
Zuweisungsverfahrens
• regelmäßige Überprüfung der
Ressourcenverwendung und ihrer Wirkung
• Aufhebung der Fachleistungsdifferenzierung in den
Haupt-, Gesamt- und Sekundarschulen
• Umwandlung der Schulen in sozialen Brennpunkten
in gebundene Ganztagsschulen mit auskömmlicher
Finanzierung und besserer Personaldecke

Die GEW fordert:


• Reduzierung der Klassen- und Gruppengrößen
• Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung
• stellenwirksame Anrechnung aller systemisch notwendigen
Konferenz-, Fortbildungs- und Beratungszeiten
auf die Unterrichtsverpflichtung
• standortbezogene und teilnehmerorientierte, qualitativ
hochwertige und anspruchsvolle Fortbildungen,
deren Effektivität jeweils zu evaluieren ist
• regelmäßige, vom Dienstherrn finanzierte, Supervisionsangebote
• Beförderungsmöglichkeiten für Sozialpädagog*innen
zu schaffen
• finanzielle Zulagen

In den Kindertageseinrichtungen werden die Grundlagen für
einen gelingenden Schulstart der Kinder gelegt. In sozialräumlich
schwierigen Lagen müssen zusätzliche Ressourcen bereit
gestellt werden.


Die GEW fordert:


• Reduzierung der Gruppengrößen
• zusätzliches Personal für die Begleitung von Kindern
und Familien mit besonderem Bedarf
• Berücksichtigung notwendiger Zeiten für Vor- und
Nachbereitung, Dokumentation, Elternarbeit, Teambesprechungen
und Vernetzung
• therapeutische Unterstützung in den Tageseinrichtungen
Zu den geeigneten Maßnahmen der
Kommunen gehören:
• Weiterverfogung der in dem Modellvorhaben „Kekiz –
Kein Kind zurücklassen“ erfolgreichen Maßnahmen
• Einführung von festen Schulbezirksgrenzen
• Priorisierung der Schulen und Kindertageseinrichtungen
mit schwierigen sozialen Ausgangslagen
Beschluss des Gewerkschaftstages, 07.12.2017

Gelsenkirchen schöpft Fördermittel „Gute Schule 2020“ aus

Am 21.09.2018 wurde Schulamtsdirektor Südholt in der WAZ
zur Situation in Gelsenkirchener Grundschulen wie folgt zitiert:
Der Schulaufsicht ist bewusst, dass bei der derzeitigen
Situation an vielen Schulen, dort ausschließlich die
Pflichtaufgaben erfüllt werden können und auch nur,
wenn keine weiteren Ausfälle durch Schwangerschaft oder
Erkrankungen eintreten.
Hoffen wir, dass die 61 Stellen für Lehrkräfte die
für die 39 Gelsenkirchener Grundschulen (stand 20.11.2018)
ausgeschrieben waren, besetzt werden können, denn sonst
werden selbst die Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllbar sein.
Die positiven Nachrichten ergänzte Schulamtsdirektor
Bernhard Südholt mit der Meldung, dass
Gelsenkirchen keineswegs Schlusslicht bei der
Besetzung der Lehrerstellen an Grundschulen sei.
Vielmehr könnten die Pflichtaufgaben hier erfüllt
werden. Dank Abordnungen aus dem Münsterland
und dank der Tatsache, dass 90 Prozent der
Referendare, die hier ausgebildet wurden, in
Gelsenkirchen gehalten werden konnten.
Hinter der derzeit möglichen Erfüllung der
Pflichtaufgaben stehen allerdings mehrere dicke
„aber“. Erstes „aber“: Bereits jetzt zeichnet sich
ab, dass ab Dezember zehn Lehrerinnen wegen
Schwangerschaft nicht mehr zur Verfügung
stehen werden. Zweites „aber“: Die Zeit der 25
abgeordneten Lehrer aus dem Münsterland in
Gelsenkirchen endet im Sommer 2019. Drittes
„aber“: Es darf ohnehin niemand krank werden.
Vertretungslehrer gibt es nicht, der Markt ist
leergefegt. Zudem seien die Klassen im Stadtsüden
viel zu groß, sei „der Bildungsauftrag gefährdet“, so
Südholt. Sibylle Raudies, WAZ Ge.