Hochschulen reformieren: Arbeits- und Studienbedingungen verbessern

Arbeitsplatz Hochschule & Forschung

Bildung und Wissenschaft haben in unserer Gesellschaft einen stetig wachsenden Stellenwert. Die politische Auseinandersetzung um die Ausrichtung des Hochschulsystems und der Forschungslandschaft in der modernen Wissensgesellschaft nimmt an Bedeutung zu.
Hochschulen reformieren: Arbeits- und Studienbedingungen

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Die Bildungsgewerkschaft GEW NRW ist treibende Kraft dieser Auseinandersetzung und fordert eine umfassende Reform von Hochschule und Forschung, die integraler Bestandteil einer Reform des gesamten Bildungssystems werden muss. „Wissenschaft demokratisieren, Hochschulen öffnen, Qualität von Forschung und Lehre entwickeln, Arbeits- und Studienbedingungen verbessern" ­– die Leitlinien des wissenschaftspolitischen Programms der Bildungsgewerkschaft GEW, auf dem Gewerkschaftstag 2009 beschlossen, sind immer noch aktuell.

Unsere politischen Leitlinien:

Wir brauchen einen nachfrage- und bedarfsgerechten Ausbau der Hochschulen und Chancengleichheit beim Hochschulzugang und im Studium!

  • Wir wenden uns gegen die „unternehmerische Hochschule“ – für Innovation durch Partizipation!
  • Wir fordern „Wissenschaft als Beruf“ - gegen die Prekarisierung der Arbeit in Hochschule und Forschung!
  • Wir sagen: Das Studium muss studierbar sein – für eine qualitative Studienreform im europäischen Hochschulraum und eine gleichwertige Ausbildung aller Lehrer*innen!
  • Wir entwickeln gewerkschaftliche Solidarität – Einzelkämpfertum und Ellbogenmentalität ändern nichts an der Hochschulrealität!

Die GEW vertritt die Interessen aller Beschäftigten in Hochschule und Forschung. Die Personalstruktur an Hochschulen der BRD ist dysfunktional, außer der Professur gibt es für Wissenschaftler*innen fast  nur noch Fristverträge. Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Vertragslaufzeiten, unsichere Berufsperspektiven und unberechenbare Karrierewege – das sind die Beschäftigungsbedingungen für junge Wissenschaftler*innen an bundesdeutschen Hochschulen.  Mit dem „Templiner Manifest“ hat die GEW eine erfolgreiche Kampagne für den „Traumberuf Wissenschaft“ gestartet und als Reformmodell für den Wissenschaftsbereich ein eigenes Personalstrukturkonzept entwickelt: „Wissenschaft als Beruf“. Hier geht es um  attraktive und motivationsfördernde Beschäftigungsbedingungen am Arbeitsplatz Hochschule und Forschung. Dafür setzt die GEW auf tarifvertragliche Regelungen in der Wissenschaft.