Arbeitskreis Inklusion als Motor

Inklusion in Köln

Die Kölner GEW hat eine lange Tradition in der aktiven Unterstützung der Integration und des gemeinsamen Lernens aller Kinder. Inklusion ist ein Prozess – er kann nur gemeinsam von allen Bildungseinrichtungen und insbesondere allen Schulformen gemeistert werden. Das betont der Stadtverband immer wieder. Im Schuljahr 2014/2015 bieten nun etwa 100 Schulen aller Schulformen und -stufen in Köln Gemeinsamen Unterricht an.
Arbeitskreis Inklusion als Motor

Foto: zinkevych/fotolia.de

Die Kölner Integrationsbewegung startete Anfang der 1980er Jahre und ist seitdem aus der Schul- und Bildungspolitik der Stadt nicht mehr wegzudenken. Im März 1995 führte der Arbeitskreis (AK) Integration der GEW zusammen mit Bündnispartner*innen den 1. Kölner Integrationstag „zosamme levve – zosamme liehre“ in der VHS durch.

Fachgruppenübergreifender Austausch
In der Tradition des Stadtverbandes stehen nach der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention auch die Aktivitäten des (neuen) AK Inklusion: Er lädt im Rhythmus von zwei Monaten zum fachgruppenübergreifenden Informationsaustausch ein. Im März 2014 konnte der AK Inklusion bereits die zweite Kölner Inklusionstagung organisieren, auf der Expert*innen über vielfältige Aspekte, über Erfolge und Probleme der inklusiven Entwicklung in Köln informierten. Regelmäßig finden auf Wunsch von Kolleg*innen Fortbildungen statt – eine der bestbesuchten läuft unter dem Titel „Inklusive Beratung“.

Zusammenarbeit mit der Stadt
Die GEW Köln arbeitet konstruktiv mit städtischen Gremien und dem Amt für Schulentwicklung bei der Weiterentwicklung in Richtung Inklusion zusammen. Die Positionen der GEW sowie die Erwartungen und Forderungen der Kolleg*innen brachte sie bei der Erarbeitung des Inklusionsplans der Stadt Köln ein. Eine Vertreterin des AK Inklusion der GEW Köln sitzt im Beirat Inklusion der Stadt, der die Umsetzung des Inklusionsplans koordiniert.

Aktiv unterstützen
Mit dem Arbeitskreis „Offener Ganztag“ bringt die GEW Köln die oft vergessenen Probleme der Kolleg*innen im Offenen Ganztag in das Blickfeld der politisch Verantwortlichen. Die Kölner Bildungsgewerkschaft unterstützt unter anderem die Errichtung einer Inklusiven Universitätsschule (IUS). Die Schule soll als Gesamtschule und gleichzeitig als universitäre Praxisschule zur weiteren Verbesserung der Lehramtsausbildung der Universität zu Köln fungieren. Die Hilfe ist eingebunden in die von der GEW zusammen mit der „Initiative mehr Gesamtschulen in Köln“ (i:mgik) geführte schulpolitische Auseinandersetzung mit der Stadtverwaltung: Beide setzen sich dafür ein, dass in Köln weitere Gesamtschulen eingerichtet werden.
Daneben sind Elterninitiativen und Schulen aktiv, um das 9. Schulrechtsänderungsgesetz weiter zu verbessern, und die Stadt Köln kämpft aktuell um die Anerkennung der Konnexität – auch dabei können sie auf die Unterstützung der Kölner GEW bauen. Auch im „Netzwerk inklusiver Gymnasien“ arbeitet die Bildungsgewerkschaft mit, um den Erfahrungsaustausch sowie die konkrete Hilfe für den Arbeitsalltag unter Kölner und Gymnasien aus dem Umland zu fördern.

Klaus Minartz // In: nds 8-2014